St. Martin Deubach
St. Martin Deubach
„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)
St. Martin in Deubach ist dem heiligen Martin von Tours gewidmet, einer der bekanntesten Gestalten der abendländischen Kirche. Seine Geschichte beginnt nicht in der Kirche, sondern im römischen Heer, in das er als Sohn eines Offiziers eintreten muss.
Vor dem Stadttor von Amiens begegnet ihm ein frierender Bettler. Martin hat nichts bei sich außer seinem Mantel, der ihm zur Hälfte als Soldat gehört. Er teilt, was ihm gehört, und gibt die eine Hälfte weg. In der Nacht darauf, so erzählt die Überlieferung, erkennt er in dem Bettler Christus selbst.
Diese Szene hat sich tief eingeprägt, weil sie so einfach ist. Martin wartet nicht, bis er genug hat, um großzügig zu sein. Er teilt das Wenige, das er in diesem Moment besitzt. Später wird er Mönch und gegen seinen Willen Bischof von Tours, bleibt aber ein Mann, der bei den Menschen lebt.
Martin steht für tätige Barmherzigkeit und für eine Aufmerksamkeit, die niemanden übersieht. In Deubach lädt sein Patronat dazu ein, den Glauben im Teilen sichtbar zu machen, auch dann, wenn man selbst nicht viel zu geben hat.
Patrozinium: 11. November